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Geschichtliche Daten

Aus skandinavien-wiki.net
Zeit Ereignis
um 800 bis 1050 Wikingerzeit.[1]
um 960 Harald Blauzahn, Sohn von Gorm dem Alten, einigt Dänemark und führt das Christentum ein. Auf dem Jellingstein beansprucht er auch Norwegen.[1]
1013 Der dänische König Sven Gabelbart erobert England. Sein Sohn Knut der Große herrscht über England (1013 bis 1042), Norwegen (1028 bis 1035), Dänemark und Teile Schwedens. Nach seinem Tod 1035 zerfällt das Reich.[1]
1104 Lund wird nordisches Erzbistum.[1]
1157 bis 1241 Dänemarks Glanzzeit unter den Valdemar-Königen. Teile der Ostseeküste, darunter Estland, stehen unter dänischer Herrschaft. 1241 entsteht das Jütische Recht.[1]
1282 Die erste Handfeste (håndfæstning) schränkt die Macht des Königs ein.[1]
1361 Valdemar Atterdag plündert Visby.
1380 Oluf II. erbt nach dem Tod seines Vaters Håkon VI. den norwegischen Thron. Dänemark und Norwegen bilden eine Personalunion, zu Norwegen gehören Island, die Färöer und Grönland.
1397 bis 1523 Kalmarer Union zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden. Schweden löst sich um 1521 bis 1523.[1]
1536 Die Grafenfehde (1534 bis 1536) endet mit der Reformation. Christian III. stärkt die Krone, Norwegen wird dänisches Nebenland.[1]
1645 Im Frieden von Brömsebro tritt Dänemark an Schweden unter anderem Gotland, Ösel, Jämtland und Härjedalen ab.
1658 Im Frieden von Roskilde verliert Dänemark Schonen, Blekinge, Halland und Bohuslän an Schweden, dazu zunächst auch Bornholm und das Gebiet um Trondheim. 1660 kommen Bornholm und Trondheim zurück. Damit liegen die Grenzen Dänemarks und Schwedens im Wesentlichen fest.
1660/61 Dänemark-Norwegen wird zur absoluten Erbmonarchie.[1]
1700 bis 1721 Großer Nordischer Krieg. Schweden verliert seinen Großmachtstatus. 1720 kommt Schleswig unter die dänische Krone, 1721 knüpft Hans Egede wieder Kontakt zu Grönland.[1]
1788 Das Stavnsbånd, die Bindung der Bauern an ihr Gut, wird aufgehoben.[1]
1807 Die britische Flotte bombardiert in den napoleonischen Kriegen Kopenhagen, um Dänemark zur Aufgabe seiner Neutralität zu zwingen. Dänemark verbündet sich mit Napoleon.
1814 Als Verlierer muss Dänemark im Frieden von Kiel Norwegen an Schweden abtreten. Es erhält Schwedisch-Pommern und Rügen, tauscht sie 1815 mit Preußen gegen das Herzogtum Lauenburg.
1849 Das Grundgesetz vom 5. Juni macht Dänemark zur konstitutionellen Monarchie.[1]
1864 Im Deutsch-Dänischen Krieg verliert Dänemark Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen und Österreich.[1]
1901 Der Parlamentarismus setzt sich durch.[1]
1914 bis 1918 Dänemark bleibt im Ersten Weltkrieg neutral.
1915 Allgemeines Wahlrecht auch für Frauen.[1]
1918 Island wird selbständiges Königreich in Personalunion mit Dänemark.[1]
1920 Nordschleswig (Südjütland) wird nach Volksabstimmungen wieder dänisch.
1929 bis 1942 Sozialdemokratische Regierung unter Thorvald Stauning, Ausbau der Sozialleistungen.
1940 bis 1945 Deutsche Truppen besetzen Dänemark am 9. April 1940 nach kurzen Kämpfen. Die Färöer besetzen britische Truppen, Island zunächst ebenfalls Großbritannien, später die USA.
1943 Im August übernehmen die Deutschen die Regierungsgewalt, die dänische Regierung tritt zurück. Im Oktober bringen Dänen den größten Teil der jüdischen Bevölkerung nach Schweden in Sicherheit. 1944 verhaften die Deutschen die Polizei.
1944 Island löst die Union mit Dänemark und wird selbständige Republik.[1]
1948 Die Färöer erhalten innere Autonomie.
1949 Dänemark tritt der NATO bei.[1]
1953 Neue Verfassung: weibliche Thronfolge wird eingeführt, Grönland wird gleichberechtigter Landesteil.
1960 Dänemark ist Gründungsmitglied der EFTA.
1972/73 Nach einer Volksabstimmung tritt Dänemark am 1. Januar 1973 der EG bei.[1]
1979 Grönland erhält innere Autonomie.
1992/93 1992 lehnt eine Volksabstimmung den Vertrag von Maastricht ab. Dänemark erhält Sonderrechte, 1993 stimmen die Dänen zu und der Vertrag tritt in Kraft.
2000 Bei der Volksabstimmung am 28. September lehnen die Dänen entgegen der Parlamentsmehrheit den Euro ab.[1] Am 1. Juli wird die Öresundbrücke eröffnet.
2007 Die Verwaltungsreform ersetzt die 13 Ämter durch fünf Regionen und fasst die Gemeinden auf 98 zusammen.
2009 Grönland erhält Selbstverwaltung. Eine Volksabstimmung führt die gleichberechtigte Thronfolge für Söhne und Töchter ein.
2011 Helle Thorning-Schmidt wird Dänemarks erste Ministerpräsidentin.
2019 Mette Frederiksen wird Ministerpräsidentin.
2022 Eine Volksabstimmung am 1. Juni schafft den dänischen Vorbehalt in der EU-Verteidigungspolitik ab.
2024 Am 14. Januar dankt Königin Margrethe II. ab, ihr Sohn wird König Frederik X.
2025 bis 2026 Der amerikanische Präsident Donald Trump verlangt wiederholt die Kontrolle über Grönland. Im Januar 2026 schicken Dänemark, Schweden, Norwegen und Frankreich Truppen nach Grönland, Trump schließt Gewalt aus und nimmt Zolldrohungen zurück. Am 22. September 2026 unterzeichnen die USA, Dänemark und Grönland ein Sicherheitsabkommen, das die dänische Souveränität bestätigt. Es braucht noch die Zustimmung der Parlamente.[2]
2026 Mette Frederiksen ruft vorgezogene Neuwahlen aus. Bei der Wahl am 24. März werden die Sozialdemokraten trotz ihres schlechtesten Ergebnisses seit 1903 stärkste Kraft (21,9 %). Im Juni bildet Frederiksen eine Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten, Sozialistischer Volkspartei, Moderaten und Sozialliberalen.[3]

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 Oversikt over Danmarks historie. Store norske leksikon, abgerufen am 20. Oktober 2026 (norwegisch).
  2. ↑ Greenland crisis. Wikipedia, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ 2026 Danish general election. Wikipedia, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
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